Mehrgasdetektion und Fernüberwachung für die Universität Gent

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Mehrgasdetektion und Fernüberwachung für die Universität Gent

Für die Universität Gent entwickelte DALEMANS eine maßgeschneiderte Gasdetektionslösung zur Absicherung der technischen Halle des Laboratory for Chemical Technology (LCT), in der fast 100 Forschende an den industriellen Prozessen von morgen arbeiten.

In einem Forschungslabor eignet sich nicht zwangsläufig dieselbe Gasdetektionslösung für alle Anwendungen. Die durchgeführten Versuche, die eingesetzten Geräte und die zu überwachenden Gase unterscheiden sich von Anlage zu Anlage. Dies gilt auch für das LCT der UGent, wo unter anderem Verfahren wie das Dampfcracken von Kohlenwasserstoffen sowie die Schnellpyrolyse von Biomasse und Kunststoffen untersucht werden.

Die Herausforderung für DALEMANS bestand daher darin, diese unterschiedlichen Anwendungen abzudecken und den Betreibern gleichzeitig im Alarmfall einen 360°-Überblick über die Situation zu ermöglichen.

Mehrgasdetektion für unterschiedliche Anlagen und Geräte

Das Projekt basierte nicht auf einer Standardkonfiguration. Für jede Anwendung musste festgelegt werden, welche Gase überwacht werden sollten, und die Detektion musste an die jeweiligen Geräte angepasst werden.

In jedem Labor werden unterschiedliche Versuche durchgeführt“, erklärt François Spadazzi, Sales Engineer bei DALEMANS. „Daher haben wir je nach Anwendung der einzelnen Geräte unterschiedliche Gasdetektoren installiert (HC, CO₂, H₂S, NO₂, SO₂, CO und Sauerstoff).

Diese Vielfalt verdeutlicht eine der Herausforderungen einer Mehrgasinstallation: Gase mit unterschiedlichen Eigenschaften und Risiken innerhalb eines einzigen Systems zu überwachen. Zusätzlich wurden an verschiedenen Stellen in der Halle Detektoren für explosive Gase installiert.

Insgesamt steuern 7 Gaswarnzentralen die verschiedenen Detektoren und führen die Informationen zentral zusammen, damit die Betreiber im Alarmfall schnell reagieren können.

Zentrale Informationen für die Fernüberwachung von Alarmen

Die zentrale Überwachung der Daten ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Installation. Sämtliche Daten werden in einem 19-Zoll-Schaltschrank in einem Technikraum außerhalb des überwachten Bereichs zusammengeführt.

2 Übersichtsanzeigen zeigen in Echtzeit den Hallenplan, die verschiedenen Bereiche und den Status jedes einzelnen Detektors. Im Alarmfall können die Betreiber sofort erkennen, welcher Bereich betroffen ist, und die gemessenen Gaskonzentrationen einsehen, ohne die Halle betreten zu müssen.

Das System ermöglicht außerdem, einen Detektor im Alarm- oder Störungszustand aus der Ferne zurückzusetzen.

Der Nutzen dieser Architektur liegt somit nicht allein in der Detektion. Entscheidend ist auch, die erfassten Informationen direkt nutzbar zu machen: zu erkennen, wo ein Alarm ausgelöst wurde, den Status des betroffenen Detektors zu überprüfen und außerhalb der Halle auf alle erforderlichen Informationen zugreifen zu können.

Eine SMART-Lösung als Ausgangspunkt

Bei DALEMANS bedeutet eine SMART-Lösung mehr als die Auswahl eines Detektors. Vielmehr wird das gesamte System an die Anforderungen der jeweiligen Anwendung angepasst – von der Detektion über die Überwachung bis hin zum Alarmmanagement.

Beim LCT führte dieser Ansatz zu einer maßgeschneiderten Konfiguration der Übersichtsanzeigen, der Ansteuerung der Blitzleuchten sowie der Fernkalibrierung der Detektoren.

Wir haben den Projektverantwortlichen der UGent mehrere Lösungen vorgeschlagen“, erläutert François Spadazzi. „Dabei haben wir uns sehr flexibel gezeigt. Wir haben keine Lösungen vorgegeben, sondern uns an ihre Spezifikationen gehalten. Alles wurde individuell auf ihre Anforderungen zugeschnitten.

Diese Anpassungsfähigkeit ist insbesondere in einer Forschungsumgebung wichtig, in der mehrere Versuchsanlagen parallel betrieben und neue Systeme für heutige und zukünftige industrielle Anwendungen entwickelt werden.

Nach Abschluss der Installation führten die DALEMANS-Teams die erforderlichen Kontrollen für die Inbetriebnahme des Systems durch.